Positionen

Mutige Schulpolitik



  • In Deutschland haben die Grundschullehrer sehr viel Macht. Sie bestimmen mit ihrem Gutachten über die Zukunft der Kinder. Ich bin gegen das frühe Aussortieren, denn Kinder ändern sich. Jeder soll aber bewusst und selbst entscheiden, ob er eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren will!

  • Das frühe Aussortieren führt außerdem zu einem zu hohen Druck auf die Grundschulkinder. Inzwischen gibt es private Nachhilfe schon in der Grundschule. Durch das Aussortieren wird soziale Ungleichheit stabilisiert, anstatt dass individuelle Förderung stattfindet.

  • Deshalb ist entscheidend, dass alle Kinder gemeinsam bis zum Abschluss der Sekundarstufe I die beste individuelle Förderung erhalten. Hierzu bekommen die Schüler ein Recht, die ihrem Wohnort nächstgelegene Schule, welche einen Sek. I Abschluss anbietet, zu besuchen. So erhalten wir auch in kleinen Orten für jeden attraktive und wohnortnahe Schulen!

  • Bestehende Schulen bestehender Schulformen müssen deshalb unter folgenden Qualitätskriterien weiterentwickelt werden: Verbindliche Ganztagsschule und Abschaffung des Sitzenbleibens und des Abschulens. Die Lehrpläne sind zurzeit überfrachtet, was zu viel Stress für Lehrer und Schüler verursacht. Stattdessen muss jede Schule jeden Schüler bestmöglich fördern. Letztendlich können bestehende Schulformnamen abgeschafft werden, da sie Schüler und Eltern nur verwirren.

  • Die bestehenden Schulnamen – Gymnasium, Realschule und Hauptschule – sagen nichts über die Qualität der einzelnen Schule aus! Die angeblich formal vorhandene Durchlässigkeit unseres Schulsystems ist faktisch nicht gegeben! Leistungsschwache Schüler werden nicht gefördert, sondern abgeschult.

  • Um individuell fördern zu können, brauchen wir endlich kleinere Lerngruppen!

  • Bestehende Berufskollegs und gymnasiale Oberstufen sollten je nach Lage zu kooperierenden Oberstufenzentren zusammengefasst werden. Dann kann regional ein Angebot für diejenigen erhalten bleiben, die ihr Studium vorbereiten möchten.

  • Die Regulierungswut der Schulverwaltung sollte zugunsten pädagogischer und demokratischer Entscheidungen vor Ort – in lokaler Politik und Schulkonferenz – zurückgenommen werden.

  • Das jetzige Schulsystem lässt zu viele Kinder auf der Strecke. Das ist nicht nur menschlich schlimm sonder führt dazu, dass unser Land den Anforderungen der weltweiten Wissensgesellschaft nicht gerecht wird. Bildung ist aber unser wichtigster Rohstoff!

    Deshalb will ich im Landtag eine sofortige Novellierung des Schulgesetzes erwirken, um diese Punkte umzusetzen.