Positionen
Schöne Natur und gesundes Essen
Die Mehrheit der Menschen lehnt Gentechnik auf Feldern und im Essen ab. Zu Recht: Die Folgen gentechnisch veränderter Lebensmittel sind nicht absehbar. Es ist zu befürchten, dass Allergien und die Resistenz gegen Medikamente zunehmen werden. Außerdem ist in den USA seit der Einführung der Gentechnik der Bedarf an Pflanzenschutzgiften gestiegen – was dem Boden und den Insekten schadet.
Gentechnik breitet sich über Pollen unkontrolliert aus. Dies kann zu ungewollten Vermischungen mit anderen Pflanzen führen. Aus den USA wird bereits von sogenannten Superunkräutern berichtet. Auch gibt es Beispiele dafür, dass aufgrund der technischen Kreuzung von Pflanzen- und Tiergenen in einigen Regionen die Bienen aussterben – was fatal ist für die Pflanzenwelt. Ich will, dass NRW eine gentechnikfreie Zone wird. Ich lehne Gentechnik auch auf Versuchsflächen ab!
Die Verbrennung von Lebensmitteln in Biogasanlagen und der hohe Bedarf an Tierfutter führen dazu, dass es am wirtschaftlichsten und einfachsten für die Bauern ist, nur noch Mais anzubauen. Das führt zu Monokulturen, höherer Anfälligkeit durch Schädlinge, Artensterben und einer eintönigen Landschaft, die mühsam gewonnene Touristen wieder verscheucht.
Familiengeführte Bauernhöfe geraten immer mehr unter Druck: Die aufwändige und übertriebene Bürokratie der Europäischen Union bei den Flächenprämien motiviert den Wechsel in die industrielle Landwirtschaft. Industrielle Landwirtschaft aber belässt die Wertschöpfung nicht in der Region, schafft keine neuen Arbeitsplätze und es müssen Futtermitteln aus Ländern gekauft werden, in denen für Plantagen der für das Klima wichtige tropische Wald gefällt wird.
Die industrielle Landwirtschaft führt außerdem zur Überproduktion. Dadurch gehen die Preise, die Landwirte erhalten, noch tiefer in den Keller und sie geraten unter weiteren Druck. Landwirte verdienen faire Preise für Ihre Produkte!
Ich will regionale Wertschöpfungsketten ermöglichen. Lokale Produkte sollen bekannt gemacht werden. Die Landwirte sollen eine stärkere Rolle auch in der Vermarktung ihrer Qualitätsprodukte genießen. Das Münsterland schmeckt gut!
Familiengeführte Betriebe sorgen heute dafür, dass das Münsterland eine so schöne Landschaft hat. Das soll auch so bleiben – denn die hohe Lebensqualität unseres Steinfurter Landes liegt darin begründet, dass wir eine herrliche Natur um uns haben, die zur Freizeit, zum Sport und zum gesunden Leben für Körper und Seele beiträgt. Was hier aus der Region auf den Tisch kommt, schmeckt gut und ist gesund.
Masse statt Klasse ist auch international gerecht: Wegen der Verschleuderung unserer Überflussproduktion zu Dumpingpreisen in der sogenannten Dritten Welt gehen Kleinbauern in Afrika kaputt! Die Erfolge unserer Entwicklungszusammenarbeit werden so zerstört - das habe ich selbst bei meinen Besuchen in Simbabwe erlebt.